Die kuriosesten Stammtische der Stadt

Cthulhu-Stammtisch

Cthulhu ist ein vom US-amerikanischen Schriftsteller H. P. Lovecraft erdachtes Wesen mit übernatürlichen Kräften, das vor mehreren hundert Millionen Jahren auf die Erde kam. Cthulhu lebt heute noch in München, zumindest als Mythos. Das Rollenspiel Cthulhu hat in den achtziger Jahren erstmals nach dem Fantasy-Genre auch Horror in eine Spielform gebracht. Es gibt Zeitschriften, Diskussionsforen darüber – und eben Stammtische. In München das nächste Mal am Freitag, den 6. Februar 2009 um 19 Uhr im „Natale’s“ am Stiglmaierplatz.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Keine Ahnung wie die auf uns gekommen sind, bei mir hat sich jedenfalls niemand gemeldet. Aber egal, bin gespannt wieviele neue Gesichter dann im Februar auftauchen.

Großer Dank an Gemüse Ghoul, der mich erst auf den Artikel aufmerksam gemacht hat.

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Gott schütze Amerika

Man mag mir verzeihen, ich habe bereits im Haus der Renunziation über Warren Ellis‘ Romanerstling berichtet, aber ich bin einfach ein zu großer Fan des britischen Comicautoren, als das ich nicht Werbung machen will wo ich kann.

„I opened my eyes to see the rat taking a piss in my coffee mug.“

Die Ratte, die Michael McGillis, dem Protagonisten dieses ungewöhnlichen Detektivromans, gleich im ersten Satz in den Kaffee pißt, ist das geringste seiner Probleme – aber typisch für sein (Berufs-)Leben. McGillis, der in seinem Büro wohnt, ist ein „shit magnet“; das heißt, er zieht immer die Fälle mit den richtig Perversen, Wahnsinnigen und unangenehmen Typen an. Zum Beispiel damals, als er einem untreuen Ehemann nachspionieren sollte und einen Sexkult aufspürte, der sich ganz besonderen tierischen Vergnügungen widmete: „You know what it´s like, finding eight middle-aged guys having tantric sex with ostriches?“

Eines Tages taucht jedoch der Stabschef des US-Präsidenten (ein zaundürrer, heroinsüchtiger Exzentriker, was sonst?) im Büro des Privatdetektivs auf und betraut ihn mit einer ganz besonderen Mission: Er soll die „Geheime Verfassung“ der USA finden, ein Dokument, das von den Gründervätern für den Fall verfaßt wurde, daß die Moral der amerikanischen Bürger den Bach runtergehen sollte. Und das ist im Amerika des beginnenden 21. Jahrhunderts mit Sicherheit der Fall …

Warren Ellis´Romandebüt ist all das, was seine langjährigen Fans von ihm erwartet haben: genüßlich pervers, unglaublich witzig, zynisch und idealistisch zugleich, voller Überraschungen und nie „gesehener“ Bilder – kurz und gut: ein Buch, das sich als Krimi tarnt und dabei eine subversive Bewußtseinsbombe losläßt. In der zweiten Hälfte schwächelt „Crooked Little Vein“ zwar ein wenig; aber das mag daran liegen, daß man vom „information overload“ des ersten Teils halbbetäubt ist und trotzdem nicht zu lesen aufhören kann …

Auf 280 Seiten läßt Ellis alles raus, was ihm bei seinen jahrelangen Recherchen in den dunklen Ecken des Internet untergekommen ist – und das in einem Stil, der gleichzeitig den klassischen Noir-Krimi parodiert, sich aber andererseits durch satirische Meisterleistungen auf jeder Seite, Kurzkapitel mit lakonischen letzten Sätzen und die großartigen Dialoge auszeichnet, mit denen er in der Comics-Branche berühmt geworden ist.

Quelle: http://www.evolver.at/stories/Warren_Ellis__Noir_Comics_01/

Mit Schirm, Charme und Melone

Endlich ist es soweit. Am 3. April bringt Kinowelt Home Entertainment die 4. Staffel des Klassikers Mit Schirm, Charme und Melone auf den deutschen Markt. Da die Serie in Deutschland 1966 ebenfalls erst mit der 4. Staffel ins Fernsehen kam, passt auch der Untertitel Edition 1.

Für mich waren die Folgen mit Emma Peel eh immer die besten.

Die Box wird auf 8 DVDs alle 26 s/w Folgen von Stadt ohne Rückkehr bis Honig für den Prinzen mit Diana Rigg als Emma Peel und Patrick Macnee alias John Steed in chronologischer Reihenfolge enthalten.

Und für alle die nicht solange warten wollen oder die fast 60 EUR scheuen, Arte bringt ab dem 2.2.09 die Folgen jeweils von Montag bis Freitag um 17:40 Uhr. Also programmiert schonmal eure Rekorder…

In einer bizarren Welt von heute, voll von Fanatikern und Exzentrikern, bekämpfen die Agenten John Steed und Emma Peel verrückte Wissenschaftler und Größenwahnsinnige. Die beiden Verbrecherjäger verlieren dabei niemals ihren Charme. Finden sie eine Leiche, was alles andere als selten geschieht, kennen sie gewöhnlich keinen Ausdruck des Bedauerns. Einen Toten tun sie meist mit einem Scherz ab. Nur selten gelingt es ihnen, ein Menschenleben zu retten. Aber sie erscheinen immer noch gerade rechtzeitig, um den Mörder oder Bösewicht zu stellen. Alltägliche, eigentlich harmlose Dinge erweisen sich als sehr gefährlich: Niedliche Hauskatzen, ein einfacher Platzregen, Stricknadeln, Kaufhäuser und Tanzstunden. Steed kämpft mit seinem Regenschirm, seiner Melone oder was ihm sonst so in die Hände fällt. Mrs. Peel vertraut ganz auf ihre Karate-Künste. Gerade das macht den Reiz der Serie aus. Es gibt in den Episoden einfach nichts, was normal ist.

Quelle: Kabel 1