Meine dritte UA Runde

Nachdem aus es verschiedenen Gründen nicht zu einer Fortsetzung meiner zweiten UA Runde kommt, bin ich dabei eine dritte (oder eine neue zweite) Unknown Armies Runde aufzumachen.

Ich spiele bereits Cthulhu, Unknown Armies und Warhammer 40K. Warum also noch mal eine weitere Runde in der ich auch noch leite? Ganz einfach. Kurz und knackig heisst die Devise, leiten ohne lange Vorbereitung. Die Cthulhu Now Kampagne Unfassbare Mächte habe ich kurzerhand auf den Herbst verschoben. Und für den heute geplanten Herr von Kersalamand bin ich noch am scannen der Handouts. Cthulhu ist schön, erfordert aber allseits viel Vorbereitung, für die ich eigentlich keine Lust habe.

Wenigstens bin ich ehrlich. Es ist die eigene Lethargie die ich nicht überwinde. Unknown Armies leite ich nur deshalb, weil da die Schwelle zur Vorbereitung einfach niedriger ist. Das geplante Abenteuer Garden full of Weed hab ich mindestens 3x durchgelesen bisher. Hab die Korrektur zur deutschen Übersetzung gemacht, sprich ich kenne das Abenteuer und die Anforderungen. Und verdammt eins, ja Unknown Armies ist cooler als Cthulhu. Weniger historische Genauigkeit und einfach schräge Ideen.

Im Haus der Renunziation hab ich in der Reihe: Warum ich so gerne Unknown Armies mag, auch schon darüber geschrieben:

Unknown Armies ist für mich das innovativste Jetztzeit-Rollenspiel. Punkt. Selten nur lässt sich eine Aussage derart klar und unzweifelhaft treffen.
Obwohl die Bücher von William S.Burroughs (Naked Lunch), Chuck Palahniuk (Fight Club), Tim Powers, die tabloid press und die real world chaos magie als „literarische“ Ideenlieferanten dienen, ist UA etwas ganz ganz eigenes. Als Filmvorbilder ließen sich übrigens die Filme Lynch, Finchers, Cronenbergs und vielleicht die Serie Akte X vorsichtig nennen lassen, aber so ganz trifft es die Stimmung des Spiels nicht. UA ist seltsam, trippig, sehr erwachsen, psychologisch, amerikanisch  und mehr als ein wenig psychotisch, immer ein wenig neben der Spur. Ich kenne kein Rollenspiel dass ich anspruchsvoller finde. Don`t get me wrong ich liebe dieses seltsame Gefühl, das nur UA aufkommen lässt.

So geschrieben stammt es von Ingo K. Ende 2003. Derweilen hat Ingo sich schon ein paar mal umorientiert und eigentlich auch kein Interesse an Unknown Armies mehr.

Ich hab das Zitat dennoch übernommen, weil es so ziemlich mein derzeitiges Interesse in Sachen Rollenspiel wiederspiegelt. Klar würd ich mich auch gern mal wieder durch ne Fantasy- oder SF Welt schnetzeln, gritty gaming so wie früher, aber bitte nur als Spieler. Als SL bin ich zu faul mir Gedanken darüber machen zu müssen, wie meine Welt aussieht. Bei UA hab ich ein Minimum an Vorbereitung bei einem Maximum an Spielspass. Sowohl als Spieler als auch als Spielleiter.

Und genau deshalb werde ich heute bei Cthulhu auch mein bestes geben. Um zu zeigen das ich kann, wenn ich will, aber nicht so oft will, wie ich kann.

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