Ausgelesen XXIX

Wieder einen Krimi zu Ende gelesen. Die Toten von Santa Lucia von Barbara Krohn. Der Krimi spielt in Neapel und das reicht gerade um ihm 3 Sterne zu geben. Leicht behäbig und gemütlich kommt er in meinen Augen daher. Die 3 Sterne gibt es auch nur für den Standort. Ich mag Italien und war auch schon in Neapel. Als Leser erkennt man durchaus einiges wieder, aber es passiert letztendlich zu wenig um ein richtig guter Krimi zu sein.

Die Hamburger Journalistin Sonja Zorn fliegt nach Neapel – eine Menge verdrängter Erinnerungen im Gepäck. Sie ist auf der Suche nach ihrer Tochter Luzie. Die Neunzehnjährige war nach einem heftigen Streit aufgebrochen, um in Neapel nach ihrem Vater zu suchen, von dem sie nichts als den Vornamen kennt. Sonja macht sich Sorgen, zu lange hat sie kein Lebenszeichen mehr von Luzie erhalten, und Neapel steht seit Monaten in den Schlagzeilen. Kein Tag vergeht ohne neue Todesopfer im gnadenlosen Machtkampf der Camorraclans.

Gleich am Flughafen wird Sonja von Commissario Gennaro Gentilini in Empfang genommen. Nein, er will sie nicht verhaften, auch nicht bevormunden, er will sich nur im Umgang mit Neapel als hilfreich erweisen. Und bald ist Sonja dankbar für Gennaros Unterstützung. Besonders, als in der Tasche eines erschossenen Fotografen und Kleinkriminellen ein Foto von Luzie gefunden wird …

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Ausgelesen XXVIII

Es geht Schlag auf Schlag. Gestern wieder ein Buch beendet. Leopard von Jo Nesbø. Der achte Fall um den eigenwilligen Ermittler Harry Hole. Das Buch gab es seinerzeit gratis bei Amazon, lange bevor ich den Kindle hatte. Verwirrend und komplex trifft es am besten, aber im positiven Sinne und ich zumindest hab Lust bekommen mehr von Harry zu lesen.

Der Schneemann steckt ihm noch gehörig in den Knochen: Harry Hole, die „lebende Legende des Osloer Polizeipräsidiums“ ist nach Hongkong geflüchtet. Er hat Spielschulden, die Mafia ist auch nicht gut auf ihn zu sprechen. Eine erneute Mordserie in Oslo jedoch weckt in ihm wieder den alten Instinkt.

In solcher Intensität sicher selten: Leser und Opfer haben bei diesem Kriminalroman eines gemeinsam: sie können der Handlung einfach nicht entrinnen und entkommen. Ein Mammut- Thriller geradezu, eine atemraubende XXL- Geschichte ohne auch nur leiseste Ansätze von Langeweile oder Längen, keine Ermüdung, keine Durchhänger. Nur aus physischen Gründen legt man vielleicht mal eine Pause ein…Und wer auch nach 600 Seiten glaubt, das sei es nun, das dramatische Ende, hat weit gefehlt. Voller Temperament bäumt sich die Geschichte nochmals auf, das ist schon ein faszinierendes Buch! 700 Seiten, aus denen andere Autoren zwei Bücher mit nur halb so intensiver Spannung machen, 700 Seiten in denen Nesbo weit ausgeholt hat, eine Geschichte präsentiert, die in den norwegischen Bergen ebenso dramatisch und fesselnd spielt wie in Afrika, die neben mörderischer Jagd und Hetze von Kompetenzstreitigkeiten einzelner Polizeibehörden, Karriereneid und Verrat genauso lesenswert erzählt, wie von menschelnden Dingen, Holes Vater liegt im Sterben, da ist immer noch Rakel, Holes große, alte Liebe, die nicht vergessen ist und Kaja, die junge, aufstrebende Kommissarin.

Ausgelesen XXV – XXVII

Seit ich einen Kindle Touch mein eigen nenne, lese ich wieder vermehrt. Drei Bücher, innerhalb kürzester Zeit. Fast 1000 Seiten.

In der Reihenfolge waren das Blutiges Erwachen von Roger Smith, Böses Blut von Arne Dahl und Grablichter von Eva Almstädt. Ein Thriller, 2 Krimis. Allesamt spannend und von mir mit 4 bzw. 5 Sternen bei Amazon benotet.