Improspiel

Der Steffen von 3W20 hat gerade Play Unsafe von Graham Walmsley auf deutsch übersetzt. Vor ein paar Tagen noch hab ich mir das Buch (hab ich seit erscheinen als englischsprachiges PDF) auf meinen Kindle geladen und wollte es mal wieder lesen. Leider wird das ganze ziemlich verhackstückt  und so war ich doch ganz froh, über ein deutsches erscheinen welches neben dem epub eben auch das Kindle Format und das PDF im Bundle enthält.

Wichtiger aber ist für mich immer noch die Kernaussage des Buches, das Improvisationsspiel einfach das beste ist das es gibt. Seit Monaten treibt es mich um und eigentlich finde ich die meisten Runden in denen ich mitspiele altbacken und wenig prickelnd. Die Spieler gehen wenig aufeinander ein, jeder hat Angst zu viel preis zu geben. Das ist mir erst wieder richtig bewusst geworden als ich letzthin Unknown Armies gespielt habe. Tim, ein Meister der Improvisation und die beiden weiteren Mitspieler verstehen es plastische Charaktere mit Vor- und Nachteilen darzustellen. Es wird explizit Player Empowerment gewürzt mit Improvisationsspiel betrieben.

So würde ich immer spielen. Leider ist gerade gestern wieder das Gegenteil passiert. Der Spielleiter klebt an seinem Plot und zieht ihn durch, die Spieler haben keine Möglichkeit einzugreifen und wenn ich versuche Ideen aufzugreifen oder einzuwerfen wird es geflissentlich übergangen. Von allen.

Ihr Rollenspieler da draussen, es gibt noch viel zu tun. Packt es endlich an, es ist nie zu spät.

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3 Kommentare zu “Improspiel

  1. Ich habe Improspiel, die deutsche Übersetzung von Play Unsafe, gerade mit dem Ziel herausgebracht, dass beim Rollenspiel mehr improvisiert wird. Dass Rollenspieler mehr wagen, etwas von sich selbst preis zu geben, anstatt sich hinter Plot oder Charakter zu verschanzen.

    Daher kann ich deinen Aufruf nur unterstützen! Jeder sollte zumindest einmal probiert haben, improvisiert zu spielen.

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  2. Der Witz ist das ich die meiste Zeit meiner 30jährigen Rollenspielkarriere improvisiert habe. Abenteuer durchzulesen, vorzubereiten etc. war mir einfach immer zu aufwendig.

    Die besten Abende waren dabei immer die, in denen ich improvisieren und auf die Spieler eingehen konnte. Daher ist das Büchlein zwar keine Bereicherung für mich, aber dennoch ist es a) schön zu lesen und b) zu sehen das es noch Leute gibt die ähnlich ticken.

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  3. Pingback: Die perfekte Rollenspielrunde | comme il faut

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