alea iacta est

Sag niemals nie, das wusste schon James Bond. Trotzdem ist eine Verschiebung in eine gewisse Richtung beim Rollenspiel zu beobachten. Die immer wieder startenden Versuche mit Fantasyrollenspielen die guten alten Zeiten zu beschwören, hält nie lange an. Nach ein paar Abenden ist die Luft raus.

Ganz anders ist es bei Jetztzeitspielen wie Unknown Armies oder Don’t rest your Head. Selbst bei den gleichen Spielern haben sowohl die Spieler als auch ich bei letzteren Spielen eindeutig mehr Spass. Auch das improvisieren fällt um einiges leichter. Was sicher daran liegt das ich kaum mehr Fantasy-, aber jede Menge Thriller, Horror und Postmodernes lese.

Als nächstes laufen jedenfalls die Vorbereitungen für Midsommarafton, einem Jetztzeit Abenteuer in Schweden. Es setzt auf die Spieleengine von DRYH auf, verwendet aber anstatt der Mad City einen anderen Hintergrund.

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Meine Erfahrungen mit BoL

Heute war es dann so weit. Nach 3 Jahren hab ich erstmalig Barbarians of Lemuria geleitet. Seit mehr als einer Woche war ich mit vorbereiten, planen und lesen beschäftigt. Und doch kam alles anders.

Zum einen verlief das Pfingstwochenende absolut verquer zu sonst, alles war besser und ich war nie weiter entfernt mich für RPG zu interessieren, als an diesen drei Tagen. Zum anderen war ich heute absolut schlechter Stimmung mit einer unterschwelligen Aggressivität. Der krönende Abschluß war der Roman The Lovers von John Connolly aus der Charlie „Bird“ Parker Reihe. Der schlechteste der Reihe aber immer noch weit über dem Durchschnitt. Selbige Reihe ruft immer ein ganz besondere Stimmung bei mir hervor, die eigentlich jeder Fantasy abträglich ist und eher zu modernen Horrorrollenspielen passt.

Drei Faktoren also die dagegen sprachen, das die Runde so stattgefunden hat, wie ich mir das vorstellte. Was mich aber ehrlich gesagt auch zu der Erkenntnis bringt, das ich zwar gerne in Sachen Fantasy in der Vergangenheit verweile, Kane, Elric, Fahrd & Graue Mausling Romane immer wieder mal lese, aber als Spielleiter doch mehr zu Spielen wie Unknown Armies und Don’t rest your Head tendiere. Mir fällt dort das improvisieren leichter, weil ich auf reale Gegebenheiten zurückgreifen kann und mir nicht gänzlich alles aus den Fingern saugen muss.

Fazit: BoL besser spielen als leiten, aber wenn Interesse besteht werde ich das Abenteuer noch weitermachen. Einige Aufhänger für eine Fortsetzung habe ich ja eingebaut.

Nachtrag [22.5.2013] Am Tag danach sieht es dann schon wieder besser aus. Mir war aber wichtig den sofortigen Eindruck direkt nach dem Spiel niederzuschreiben. In der Tat gedenke ich bei Interesse der Mitspieler BoL weiterzuführen. Im Gegenzug werde ich ein paar alte Abenteuer für Conan etc. konvertieren und mit den Abenteueraufhängern der Gruppe versehen.

Spielemarathon

Ja meine Frau hat mir auch schon gratuliert, ich hab es wieder geschafft und vier Spieltermine in einer Woche untergebracht.

Dienstag: BoL und ich leite. Gedankenfetzen exisiteren. Wird viel mit Improvisation, wie schon zu Midgardzeiten. Anfangs- und Endpunkt stehen aber fest. Kann als Einstieg für weitere, fortlaufende Abenteuer dienen.

Mittwoch: Arkham Horror, zum Glück nur Brettspiel. Nichts zum vorbereiten.

Samstag: Unknown Armies und ich leite. Abenteuer muss noch durchgelesen und vorbereitet werden.

Sonntag: Battlestar Galactica, auch ein Brettspiel aber weniger kooperativ als AH.

Talent hab ich, Termine so zu legen das entweder wochenlang nichts ist, oder dann eben vier auf einen Streich. Fehlt nur noch die obligatorische D&D 4 Runde am Donnerstag.

Freu mich trotzdem auf jede einzelne verdammte Runde.

Und dann geht es daran das Don’t rest your Head Abenteuer für Juni auszugestalten.