Aus. Aus. Aus.

Halt Stop. Ich werd ja verrückt. Jetzt wo ich mch die letzten Nächte schlaflos im Bett wälzte, hab ich so mein rollenspielerisches Leben Revue passieren lassen. Kann man machen, wenn man eh viel Zeit hat.

Von den mehr als 30 Jahren hab ich bestimmt 20 Jahre immer nur mit einer, max. 2 Gruppen gleichzeitig verbracht. Man traf sich Samstags zum spielen, klönen, abfeiern. Das war gut und man wusste was die Spieler wollen und wie der Spielleiter tickt. Ab und an kam ein neues Mitglied hinzu, der Kern der aus 3 Spielern bestand blieb. Das hatte den Vorteil das man auch mal improvisieren konnte oder im Gegenzug es durchaus möglich war, eine länger andauernde Kampagne auch mit Aussicht auf Beendigung selbiger durchzuspielen.

Das ist heute nicht mehr so. Ich bin in mehreren Runden, eigentlich zu vielen. Man kennt und schätzt sich, aber es ist nicht mehr das selbe wie früher. Gut da war eh alles besser, der Himmel blauer, die Wiesen grüner. Theoretisch bereite ich für 4 Runden parallel Abenteuer vor. Verzettle mich dann gern noch damit das ich eigentlich was ganz anderes machen will. Dabei stört mich weniger das viele spielen als das leiten. 4 Gruppen, 4x unterschiedliche Mitspieler bei denen selbst seit nach Jahren noch eine Distanz vorhanden ist, die sich oft nur schwer überwinden lässt. Klar außer dem Spiel hat man wenig Gemeinsamkeiten.

Und wem obiger Artikel zu krass sein sollte oder negativ aufstösst, mir tat es gut das zu schreiben und den Kopf frei zu kriegen.

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Rollenspielerischer Fokus

Irgendwie tanze ich in Sachen Rollenspiel auf allen (zu vielen) Hochzeiten. Ich will viel und schaffe wenig. Langsam sollte ich mal anfangen mich auf 2-3 Spiele als SL zu fokussieren und den Rest als Spieler zu geniessen.

Was will ich / meine Vorlieben:

* Jetztzeit
* Horror, ganz klar Horror steht an erster Stelle auf der Liste, egal in welcher Form
* Crime
* Sin City
* Indies

explizit wären das folgende Spiele die mich derzeit interessieren:

* Don’t rest your Head
* Unknown Armies
* Savage Worlds: Deadlands Noir, Rippers und Streets of Bedlam
* den hier im Blog bereits angedeuteten [Patient 13 Mix](http://thomas-weghofer.de/patient-13)
* Kingdom
* Kingdom of Nothing

Was will ich nicht als Spielleiter:

* Fantasy, komisch aber ich tu mich zunehmend schwerer interessante Fantasyabenteuer zu gestalten
* Historisches
* (Pseudo) Mittelalter
* Science Fiction (da hab ich keinen Draht dazu)

Was will ich als Spieler ausprobieren:

* Superhelden
* Science Fiction
* Fantasy (derzeit spiele ich neben D&D 4 auch noch Shadows of Esteren mit großer Begeisterung)

Und hier wären es wohl konkret:

* Marvel Superheroes
* Ashen Stars
* The Void
* Cthulhu (ich hab es eigentlich lange genug als SL angeboten und würde es endlich gerne als Spieler in einer guten Runde erleben)

Da ich mich zu gern ablenken lasse, ist so ein Fokus dringend nötig, wenn ich mich nicht zu sehr verzetteln will.

Und Musik. Ganz wichtig ist eine dezente musikalische Untermalung bilde ich mir gerade ein. Das kann aber daran liegen das ich beim Schreiben dieses Artikel Bohren & Der Club of Gore – Black City Skyline höre.

Ich spiele gerne D&D

Und das ist heutzutage etwas für das man sich entschuldigen muss. Denn D&D 4 ist kein Rollen- sondern ein Brettspiel. Sagen vor allem die die es nie gespielt haben und die die sich als gute Rollenspieler bezeichnen. Der Fokus bei D&D 4 liegt eindeutig auf dem Miniaturenspiel. Die (Kampf)regeln fördern das. Und deshalb ist D&D 4 auch nur eine Stufe über Descent. Denn bei D&D 4 ist Rollenspiel strikt optional und wird nicht benötigt.

[![IMG_6849.JPG](https://d23f6h5jpj26xu.cloudfront.net/arjwmtr1yf4rg_small.jpg)%5D(http://img.svbtle.com/arjwmtr1yf4rg.jpg)

Meine erste Begegnung mit dem Rollenspiel war 1982 AD&D. Ziemlich broken aber es hat mein 13jähriges Ich so nachhaltig beeindruckt, das ich heute , mehr als 30 Jahre später immer noch D&D spiele. Von der roten Box über AD&D 2, mit Ausflügen zu D&D 3.0 und 3.5 bin ich heute wieder bei D&D 4 gelandet. Nur Pathfinder (aka D&D 3.75) hab ich ausgelassen, weil mir weder 3.0 noch 3.5 sonderlich gefallen haben. Mehr als 300 Systeme hab ich zwischenzeitlich gespielt und trotzdem komme ich immer wieder zu D&D zurück. Warum? Nun weil es einfach Spass macht. Wir sind jetzt Level 14, schaffen im Schnitt 2 Encounter pro Abend und haben sogar noch Rollenspiel dazwischen. Also nicht nur würfeln und taktieren, nein richtiges Rollenspiel. Ja liebe Unwissende, das geht auch bei D&D.

Die Fülle an Büchern und Material sorgen dafür das es nie langweilig wird. Wir spielen in den Forgotten Realms, die Abenteuer die es dafür gibt sind Legion und bauen eins aufs andere aufeinander auf. Erzählen eine fortlaufende Geschichte.

Ich spiele mit Leuten für die eine 50-Stunden-Arbeitswoche keine Ausnahme sondern die Norm ist. Die freuen sich auf einen entspannten und ruhigen Abend. Die würden auch Cthulhu spielen aber mit noch mehr Begeisterung greifen sie zu Schwert und Zauberstab. Nutzen Tablet und Smartphone auf ihrer Reise in die Forgotten Realms. Und es kommt an jedem verschissenen Abend mehr Spass und Stimmung auf als in den „guten“ Runden.

So und jetzt seit ihr dran.

Rage

Ich bin gerade ein wenig stinkig. Seit Jahren spielen wir in einer Dreiergruppe Arkham Horror und ähnliche Brettspiele. Ab und an mit einem Gastspieler.

Seit einiger Zeit nun spielen wir zu viert (und seit kurzem zu fünft) Descent* Ein Brettspiel das ich eigentlich ganz gern mag. Und heute hatte der Gastgeber und Overlord (und Spieler der als vorletzter in die Runde kam) vorgeschlagen ob wir nicht alle 4 Wochen bzw. 1x Monat an einem festen Termin spielen können. Weil das ist einfacher zu merken und überhaupt. Schade schade, der einzige der dagegen war war ich. Im Zeitalter der Smartphones sollte es eigentlich möglich sein einen wiederkehrenden Kalendereintrag samt zeitiger Erinnerung einzurichten. Aber okay, die Mehrheit will es so und der Klügere beugt sich. Sonst komme ich überhaupt nicht mehr zum Brettspielen, dabei wollte ich gerade in diesem Bereich meine Aktivitäten verstärken. Hilft alles nichts, ich muss mir eine feste zweite Brettspielrunde suchen.

Trotzdem ich finde es immer noch schade und irgendwie hat es spontan meine weiteren Interessen in Bezug auf Rollenspiel (die geplante Cthulhu Runde) begraben.

Ich habe obigen Text bewußt noch im Rage Modus geschrieben, weil ich zu meiner Meinung stehe. Ich greife niemanden an, finde es nur ein wenig traurig. Mal sehen wann sich Ärger und Anspannung legen.

Ausgefallen

Und wieder ist die heutige Rollenspielrunde ausgefallen. Diesmal hat der Spielleiter einen Hexenschuss. Ärgerlich aber verständlich. Aus dem Ersatzprogramm ist auch nichts geworden, weil sich nur 2 Spieler zu Wort gemeldet haben. Finde ich sehr schade.

Eigentlich spielen wir seit kurzem Shadows of Esteren. Vor 2 Wochen haben wir ein Cthulhu Testabenteuer für den demnächst erscheinenden Band Düstere Orte dazwischen geschoben. Das wollten wir heute zu Ende bringen. Hoffentlich findet sich bald ein Ersatztermin. Die Wartezeit ist für mich immer am ärgerlichsten.

Rollenspiele sind für mich derzeit die sozialen Kontakte die mich am Leben erhalten. Zeitgleich vermisse ich aber eine eigene Gruppe die sich regelmäßig – am liebsten wöchentlich- trifft. Hat ich über 15 Jahre lang, danach ist sie zerfallen und ich spiele und leite in mehr oder minder verschiedenen Gruppen zu denen ich viel bis gar keinen privaten Bezug habe. Momentan könnte ich mir echt eine Runde Cthulhu vorstellen. 14-tägig oder monatlich. Liegt daran das ich für Cthulhu die wenigste Vorbereitungszeit und die meisten Abenteuer habe. Ich muss mir also nicht groß was ausdenken sondern könnte direkt loslegen.

Mal ein paar Leute fragen ob sie nicht einfach Lust darauf haben…