Die dunklen Lande

von Markus Heitz soll eine Hommage an Robert E. Howards Solomon Kane sein. Heitz führt dort Kanes Tochter Aenlin Kane ein. Eigentlich wollte ich micht nicht aufregen, ich hab das Buch daheim und der Einfachheithalber das Hörbuch gehört. Was soll ich sagen, von vorne bis pure Langeweile und eine derbe Enttäuschung.

Es fängt damit an das Aenlin, die Tochter des Puritaners Solomon an Luzifer glaubt (warum wird nicht näher erläutert. Rebellion gegenüber ihrem Vater?), ihre Gefährtin Tahmina ist eine persische Mystikerin (ein wenig erfahren wir über sie) und im Laufe der Geschichte lernen wir noch weitere Personen kennen. Eine Handvoll Landsknechte mit denen Aenlin von Hamburg nach Bamberg reist um einige Hexen zu befreien (die sich dann als aztekische Priesterinnen entpuppen). Die Landsknechte sind Abziehbilder und über Nicholas ihren Anführer der unsterblich ist erfahren wir nichts. Der hat buchstäblich keine Erinnerungen an seine Vergangenheit und weiss auch nicht warum er unsterblich ist. Er kann sich nur erinnern auf dem Schlachtfeld zu sich gekommen zu sein. Dann spielen noch eine Nixe, ein paar Riesen und ein Pestarzt eine Rolle.

Alles wirkt zusammengestückelt und uninspiriert heruntergeschrieben. Ich gebe zu ich hab eine gewisse Abneigung gegen die Bücher von Markus Heitz, für mich produziert er einfach zu viel Content der austauschbar und beliebig ist.

Wer Lobgehudel will schaut hier vorbei, für mich gibt es nicht mehr als 1 Stern für das Buch.

Dennoch werde ich versuchen das beste aus der Vorlage zu machen und einen Fewshot für eine Solomon Kane / Barbarians of Lemuria Runde zu erstellen.

Der Artikel erschien zuerst in meinem privaten Blog.

Ich hab da mal was zu…

Cthulhu und meiner Sammlungsauflösung geschrieben.

Außerdem leite ich derzeit eine Runde Barbarians of Lemuria. Die Spieler sind mitunter sehr kreativ und  haben schon die ein oder andere Erzählung verfasst. Die Geschichten um Kruun den Barbaren und den Malakut Four sind es wert, gelesen zu werden. Behaupte ich mal frech.

Und irgendwie hab ich Symbaroum für mich entdeckt. Sollte jemand Interesse an einem Oneshot haben, schreibt es in die Kommentare. Bisher sind wir zu dritt.

Barbarians of Lemuria lebt

Auf der RPC 2015 war zu erfahren das Mario Truant die Mythic Edition von BoL auf deutsch rausbringt. Vermutlich noch in diesem Jahr.

Die Legendary Edition erschien vor vielen Jahren bei Ulisses und wurde immer sehr stiefmütterlich behandelt. Es kam dann zum Ramschverkauf kurz vor Ablauf der Lizenz. Auch fantechnisch gab es nur wenige Seiten und Material dazu.

Das ist schade den BoL ist das Paraderollenspiel für ein Sword & Sorcery Setting.

Jedenfalls ist die Nachricht für mich Grund genug es mal wieder mit einer Runde Barbarians of Lemuria zu versuchen.

Das zarte Pflänzchen erwacht erneut

Ich hab Labyrinth Lord zu gunsten von Barbarians of Lemuria aufgegeben, war aber mit dem Ergebnis nicht zu frieden. Ich bin zu sehr ein Anhänger der OSR als das ich auf Dauer mit BoL glücklich werden könnte.

Vor kurzen habe ich dann auch auf dem iPad mit Hearthstone: Heroes of Warcraft begonnen. Und da hat es mich wieder gepackt. Schön Fantasy a la AD&D spielen. Nur hab ich meine AD&D Bücher im Laufe der Zeit alle verkauft, das wieder zusammen zu stellen ist mir zu mühselig. Gut das ich da noch alles von Lab Lord mein eigen nenne. Mit dem Advanced Kompendium kann man auch einen Hauch AD&D hinzufügen. Für die ein oder andere gepflegte Old School Runde reicht es dann doch.

Für Barbarians of Lemuria hab ich sogar einige der alten Fantasy Romane wieder gekauft, die ich nicht mehr gefunden habe. Bran Mak Morn, Raven u. a. Selbstredend auch die neue Ausgabe von Kane die im Golkonda Verlag erscheint. Allein, geholfen hat es nichts. Die Umsetzung in BoL hat einfach nicht geklappt. Früher hab ich das alles mit Midgard und AD&D bespielt, daher denke ich das es mit LL Regeln auch funktioniert.

So hab ich es geschrieben im LabLord Blog. Und doch scheint es als würde mein Interesse wieder mehr Richtung Barbarians of Lemuria gehen, als zu D&D oder Labyrinth Lord. Woran es genau liegt, kann ich nicht festmachen, aber ich hab einfach Lust auf Fantasy und kompetente Spielercharaktere. Der erste Versuch war ein wenig mißglückt, vielleicht starte ich einen zweiten.

Niemals, niemals erwachsen werden…

Die Kindheit ist ein Ort wo niemand stirbt,
Das heisst, niemand wichtiges!
(Edna St. Vincent Millay)

Warum werden wir erwachsen? Warum lassen wir unsere Kindheit hinter uns? Fragen, die wir uns oft stellen und auf die es doch keine Antworten zu geben scheint.

 

Als Kinder wollen wir so unbedingt erwachsen werden. Doch als Erwachsene sehnen wir uns nach der Unschuld und Phantasie der Jugend. Irgendwann werden wir unmerklich von unserer Jugend getrennt, und sie ist für immer verloren. Ständig versuchen wir, diese verlorene Unschuld wiederzufinden, suchen nach etwas, was wir lange hinter uns gelassen haben.

 

Wonach suchen wir? Nach der Wiedererlangung unserer Unschuld? Nach der Wiederentdeckung jener Wunder der Phantasie, die Kinder so leicht zugänglich sind? Was auch immer es ist, es ist fort. Ein so großer Teil unserer, der Erwachsenen, Zeit wird verschlungen vom täglichen Überleben, daß wir selten Zeit haben, unsere Vorstellungskraft schweifen zu lassen, unseren Phantasien nachzuhängen, wirklich frei zu sein. Vielleicht ist es das, was wir wirklich suchen, wenn wir unsere Kindheit wiedererlangen wollen – Freiheit.

 

Kinder sind von natur aus intuitiver, weniger zynisch und irgendwie reiner, freier. Viele verfügen sogar über eine ganz spezielle Weisheit, die bei weitem über ihre Erfahrung hinausgeht – und oft wären wir gut beraten, ihnen zuzuhören. Sie sind nicht wie wir an Vorerfahrungen und Voreingenommenheiten gebunden und somit frei, unbegrenzte Möglichkeiten zu erforschen.

 

Als Erwachsene träumen wir nicht mehr wie früher. Natürlich können wir Spaß an einem guten Fantasyroman haben und den neuesten Science-Fiction-Thriller spannend finden – aber wir glauben nicht mehr daran! Als Kinder glaubten wir, wir könnten fliegen wie Peter Pan. Wir konnten ganze Königreiche bauen, in denen wir die Könige und Königinnen waren. Wir hatten Freunde, die es nur in unserer Phantasie gab und mit denen zusammen wir exotische neue Reiche erforschen, phantastische neue Schätze heben und große Schlachten schlagen konnten – alles nur in der Phantasie, und doch sehr real.

 

Doch für Wechselbälger ist all dies sehr real – ohne Phantasie sind sie nichts. Für Wechselbälger bedeutet der Verlust der Phantasie den Tod. Die Geschichte ist ins Gespinst ihres innersten Wesens eingewoben – sie sind Teil der Geschichte, und die Geschichte ist Teil von ihnen. Ständig nagt an ihnen die Furcht vor dem Erwachsenwerden, und sie kämpfen darum, den Vorgang mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu verzögern. Doch paradoxerweise ist es oft diese schreckliche Furcht, die ihnen am meisten schadet. Sich fürchten lernen ist ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens. Nur ein paar wenige bewältigen dieses schwierige Aufgabe je wirklich.

 

Wir verbringen unsere Tage im Profanen. Das Leben des Wechselbalgs ist gewissermaßen ein Spiegelbild unseres eigenen. Nur selten läßt unsere Wachsamkeit nach, so daß wir in unsere Phantasien abgleiten können. Der Wechselbalg lebt in seiner Welt des Phantastischen, aus der er nur gelegentlich hervorkommt, um sich am Weltlichen zu reiben Wir träumen vom Unmöglichen. Wechselbälger leben das Unmögliche täglich.

 

Rollenspiel ist ein hervorragendes Mittel, um unsere Träume zu erforschen. Deshalb wird es von vielen Erwachsenen als lächerlich und als Zeitverschwendung abgetan. Dennoch ist die Phantasie für unser Leben ebenso wichtig wie für die Wechselbälger. Gebt nie die Suche nach den Wundern Eurer Kindheit auf. Ihr könnt sie sehen, wenn Ihr nur genau genug hinschaut. Alles ist möglich – wenn Ihr daran glaubt!

 

– Vorwort aus Wechselbalg: Der Traum

 

Die Helden meiner Kindheit, Fahrd & Der graue Mausling, Kane, Elric, Cugel, Bran Mak Morn, Raven, Jirel, Skafloc, Conan, Belgarion, Pug & Thomas und all die hundert andren deren Namen mir entfallen sind, ich freu mich auf ein Wiedersehen mit allen von ihnen. Das durchstreifen der Gassen von Lankhmar, Freistatt, Tiefwasser, Greyhawk, wie ich das vermisst habe.