Konkrete SL Pläne für die nächsten Monate

Entweder in privater One-Shot Runde oder auf dem Münchner Rollenspieltreffen möchte ich die nachfolgenden Abenteuer bzw. Systeme ausprobieren.

  • Itras By – norwegisches Indie Rollenspiel. Mehr zur Runde hier.
  • Weed – ein Unknown Armies Abenteuer für 2-3 Sitzungen.
  • Thieves of Lankhmar – eigentlich ein Setting für Savage Worlds. Da ich mit SaWo nicht warm werde will ich es mit Barbarians of Lemuria probieren.
  • A Red and Pleasant Land – eigentlich ein Setting für Lamentations of the Flame Princess, mir schwebt hier eher etwas mit den Labyrinth Lord Regeln vor.
  • Don’t rest your Head – hier hab ich ein, zwei Ideen die sich um einen Themenpark und die U-Bahn in Mad City drehen.
  • Midsommarafton – ein Abenteuer mit DRYH Regeln. Mehr zur Runde hier.
  • Curse of the Yellow Sign Trilogie – 3 Abenteuer mit Cthulhu 6th Ed. Regeln. Act 1, Act 2 und Act 3.

Die Auflistung ist sehr optimistisch und vermutlich werden sowohl A Red and Pleasant Land wie auch Thieves of Lankhmar erst einmal nicht realisiert. Der Aufwand für Vorbereitung und Konvertierung ist hier vergleichsweise hoch.

Was ich noch spielen will, kann man bei Was ich noch gern spielen würde nachlesen.

Ausgefallen

Und wieder ist die heutige Rollenspielrunde ausgefallen. Diesmal hat der Spielleiter einen Hexenschuss. Ärgerlich aber verständlich. Aus dem Ersatzprogramm ist auch nichts geworden, weil sich nur 2 Spieler zu Wort gemeldet haben. Finde ich sehr schade.

Eigentlich spielen wir seit kurzem Shadows of Esteren. Vor 2 Wochen haben wir ein Cthulhu Testabenteuer für den demnächst erscheinenden Band Düstere Orte dazwischen geschoben. Das wollten wir heute zu Ende bringen. Hoffentlich findet sich bald ein Ersatztermin. Die Wartezeit ist für mich immer am ärgerlichsten.

Rollenspiele sind für mich derzeit die sozialen Kontakte die mich am Leben erhalten. Zeitgleich vermisse ich aber eine eigene Gruppe die sich regelmäßig – am liebsten wöchentlich- trifft. Hat ich über 15 Jahre lang, danach ist sie zerfallen und ich spiele und leite in mehr oder minder verschiedenen Gruppen zu denen ich viel bis gar keinen privaten Bezug habe. Momentan könnte ich mir echt eine Runde Cthulhu vorstellen. 14-tägig oder monatlich. Liegt daran das ich für Cthulhu die wenigste Vorbereitungszeit und die meisten Abenteuer habe. Ich muss mir also nicht groß was ausdenken sondern könnte direkt loslegen.

Mal ein paar Leute fragen ob sie nicht einfach Lust darauf haben…

Bimmelbammel

Und da sind sie wieder, meine Bedenken. Bin ich als Spielleiter gut genug um eine Kampagne über mehrere Monate oder gar Jahre durchzuhalten. Oder doch lieber zu verschiedenen One Shots greifen?

Für Unknown Armies habe ich gerade die Grundzüge einer Kampagne entworfen, fraglich ist ob ich das auch wirklich durchhalte. Ich kenne mich, Vorbereitung ist nicht meine Stärke. Die Idee gefällt mir an sich super und der Einstieg wäre gemacht. Hängt vielleicht auch noch ein wenig von den Mitspielern ab.

Auf der anderen Seite bin ich als SL doch ziemlich ausgebrannt und wäre lieber Spieler.

Und da drängt sich auch immer wieder Don’t rest your Head in den Vordergrund. Eigentlich ein Spiel das mir sehr behagt, kurze Abenteuer in kleiner Runde, genau mein Ding. Hier kann ich mir auch sofort vorstellen SL zu sein.

Und die ganzen anderen Indiespiele die ich ausprobieren wollte. Allen voran Fiasko.

Letztlich heisst es aber, jammern gilt nicht. Unknown Armies kenne ich ähnlich wie früher Midgard und Cthulhu fast auswendig, daher gibt es die Option kneifen nicht.

Eine gute Rollenspielrunde

muss ablaufen wie ein Film. Ebenso wichtig sind aber auch die anderen Mitspieler. Man muss spieltechnisch die gleichen Interessen haben und auf dem gleichen Level sein. Ein Bremser oder Powergamer, schon funktioniert es nicht mehr.

Manchmal ist es besser mit den Leuten ein Glas Wein zu trinken oder nur ein Brettspiel zu spielen, als den Versuch zu unternehmen, unterschiedliche Spielstile und Interessen zusammen in eine Gruppe zu zwängen.

Mit der Einstellung trete ich manchen Leuten auf die Füsse, aber wenn ich von einem solchen Abend gefrustet und unbefriedigt nach Hause gehe, ist es einfach nur vertane Zeit. Das heisst nicht das ich mit den Mitspielern breche, Rollenspiel funktioniert halt einfach nicht. Das Glas Wein, das Brettspiel, das klappt, weil es andere Voraussetzungen sind. Viele trauen sich das nicht an- / auszusprechen. Man ist miteinander befreundet und überhaupt. Aber gerade wenn es echte Freundschaft ist, dann versteht man das und ist nicht beleidigt. Der Rest ist Schönwetterfreundschaft und Falschheit.

In der Planescape Runde in der ich seit kurzen mitspiele, ist die Frau eines Mitspielers eine Powergamerin par excellence. Mit besagter Spielerin hab ich meine Spielfigur erstellt und mir wurde dies und jenes nahe gelegt um das Optimum für meinen Charakter herauszuholen. Mir liegt das nicht, meine Spielfiguren müssen immer in sich stimmig sein und im Laufe des Spieles eine Entwicklung durchmachen. Oben hab ich noch geschrieben, das funktioniert nicht. In dieser Runde, in genau dieser Konstellation funktioniert es doch. Warum? Die Spielerin reisst das Spiel nicht an sich, gibt genügend Angriffspunkte für ihre Figur um selbige interessant zu machen.

to be continued…

(Und weil ich mich kenne und das mit der Fortsetzung ne Weile dauern wird, bin ich immer gern bereit das in einer gemütlichen Kneipe auszudiskutieren)